Frohe Weihnachten!

Frohe Weihnachten

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Nachruf LM Franz Greschner

Trauerrede / LM Franz Greschner / 22.12.2021 Hochwürdiger Herr Pfarrer! Tieftrauernde Familie! Liebe hier versammelte Trauergemeinde!

Wir haben uns heute hier versammelt um den Verlust eines um unsere Feuerwehr sehr verdienten Mannes zu beklagen. Kamerad Franz Greschner ist seit 09. Dezember nicht mehr unter uns.
Es schmerzt ganz besonders, wenn der Abschied so plötzlich und unerwartet ist und wenn ein Mann zu Grabe getragen wird, der uns nicht nur als Kamerad und Weggefährte, sondern darüber hinaus auch als sehr guter Freund über viele Jahre hinweg mit uns verbunden war.

Kamerad Franz Greschner trat am 6. Jänner 1972 in die Freiwillige Feuerwehr Roggendorf ein. Im Jahr 1974 erwarb er bei den LFLB in Mistelbach die Feuerwehrleistungsabzeichen in Bronze sowie in Silber. Nach dem erfolgreichen Absolvieren des Grund-Lehrgangs 1974, folgten noch der Maschinisten-Lehrgang sowie der Atemschutzgeräteträger-Lehrgang. Franz Greschner hatte von Beginn an große Freude an dem Mitwirken in der Wettkampfgruppe sowie an der Ausbildung von jungen Feuerwehrkameraden. Er zeigte im Laufe seiner aktiven Zeit so manchen Kameraden bzw. so mancher jungen Wettkampfgruppe wie man als Maschinist schnell und einfacher seine Handgriffe durchführen kann. Von 2001 bis 2013 war Franz Greschner in unserer Feuerwehr als Fahrmeister sowie parallel bis 2015 noch als Zeugmeister tätig.

Für seine Verdienste im Feuerwehrwesen sowie für seine stetige Bereitschaft etwas für das Wohl unserer Mitmenschen sowie der Feuerwehr zu tun, erhielt Kamerad Franz Greschner 1985 das Verdienstzeichen 3. Klasse in Bronze, 1997 das NÖ Verdienstzeichen für 25.-jährige, 2012 für 40.-Jährige Tätigkeit im Feuerwehr- und Rettungswesen des Landesfeuerwehrverbandes verliehen. Im kommenden Jahr 2022 wäre ihm das Verdienstzeichen für 50.-jährige Tätigkeit im Feuerwehr- und Rettungswesen verliehen worden, aber leider ist dies nicht mehr möglich.

Kamerad Franz Greschner war gelernter Mechaniker sowie Magazineur. Er ist daher bei vielen Reparaturen und Servicearbeiten an unseren Feuerwehrfahrzeugen sowie motorbetriebenen Einsatzgeräten federführend tätig gewesen bzw. brachte er durch sein enormes Fachwissen kombiniert mit Hausverstand so machen Motor wieder ins Laufen. Seine Stärken waren, sehr genau zu arbeiten, sowie immer einen Lösungsweg zu suchen und zu finden. Franz Greschner war auch bemüht, dieses Wissen auch an interessierte Kameraden weiterzugeben.

Als ein echter Maschinist mit Leib und Seele wird Franz Greschner uns ewig in Erinnerung bleiben. Wurde ein LKW mit Kran benötigt so kümmerte sich Franz darum den passenden LKW von seinem Arbeitgeber auszuleihen und wir konnten dadurch so manche Bautätigkeit, wie z.B. dem Zubau des FF Hauses, Dachsanierung beim Heurigenlokal, diverse Transportfahren, viel effizienter und einfacher erledigen. Ebenfalls verhielt es sich mit Werkzeugen aller Art. Wurde ein nicht alltägliches Sonder-Werkzeug benötigt, so kümmerte sich Franz darum dieses zu organisieren bzw. stellte er es meist aus seinem privaten Besitz für den jeweiligen Zweck der Allgemeinheit zur Verfügung.

Durch eben diese seine Liebe am Tüfteln, Ausprobieren und Arbeiten mit allen Werkstoffen wurde Franz im Laufe der Zeit zu einem wahren Konstruktionsgenie. Eines seiner letzten Eigenkonstruktionen für unsere Feuerwehr waren zwei Roll-Container (1x Schlauchcontainer, 1x Notstromcontainer) für Einsatzmaterialien, welche er aus alten Teilen unseres außerdienstgestellten RLFA1000 fertigte und uns seitdem gute Dienste erweisen.

Ein weiters großes Anliegen war ihm natürlich auch unser traditioneller Feuerwehrheuriger, bei dem er seit über vier Jahrzehnten tatkräftig mitgeholfen hat. Franz war seit 2007 der Organisator der Griller und kümmerte sich ganz speziell um das Hendlgrillen sowie, wie kann es denn auch anders sein, um alle technischen Belange rund um den Feuerwehrheurigen. Speziell am Freitagabend vor Pfingsten ging er alle Bereiche nochmals ab und kontrollierte die Geräte, ob eh alles vollständig und funktionstüchtig ist.
Seine Kameraden reifen ihm oft zu: „Geh Brando, jetzt sitz de her zum Jausna“, aber Franz zog seine Inspektionsrunde durch, denn er wollte Gewissheit haben, dass auch wirklich alles passt und das Feuerwehrfest reibungslos abgehalten werden kann.

Auch wenn ihm die letzten Jahre sein Gesundheitszustand des Öfteren zu schaffen machte, seinen Dienst als Hendlgriller ließ er trotzdem nie aus.

Kamerad Franz Greschner war weiters ein langjähriges Mitglied des erweiterten Kommandos. In diesem Gremium war er ein sehr wertvoller Ideenbringer bzw. ließ er seine langjährigen Erfahrungen bei so manchen Entscheidungen, zum Wohle der FF-Roggendorf, einfließen.

Mit „Brando“, so wurde Franz nämlich in unserer Feuerwehr genannt, genossen wir sehr seine Kameradschaft sowie das gesellige Beisammensein in so mancher gemütlichen Runde. Dabei versuchte Brando so manches Fachwissen aber auch persönliche Lebenserfahrungen an jüngere Kameraden weiterzugeben. Ja das war eben Brando, ein Kamerad, der im Hintergrund immens viel Wertvolles für die Feuerwehr Roggendorf geleistet hat, aber sich nie in den Mittelpunkt gedrängt hat.

Lieber Brando! In meinem und im Namen deiner Kameraden der FF Roggendorf sage ich dir in tiefer Trauer, aber auch in Dankbarkeit „Lebe wohl!“

Danke für deinen Einsatz, danke für deine geleistete Arbeit, danke für dein großes Engagement, danke für deine Pflichterfüllung und Zuverlässigkeit, danke für deine Kameradschaft und danke, dass du 50 Jahre deines Lebensweges mit uns gegangen bist.

Dein Leben und Wirken werden immer als leuchtendes Vorbild in uns lebendig bleiben. Wir werden dich nie vergessen!

Zum Abschied möchte ich dir ein letztes Mal als Freund und als Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Roggendorf unseren Gruß zurufen:

Gut Wehr!

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T1 LKW Bergung

Am vergangenen Freitag, den 26.11.2021 wurden wir um 15:55 Uhr zu einem T1- LKW Bergung „umgestürzter Betonmischwagen“ bei der Schallaburg alarmiert.
Parallel dazu wurden weiters unsere Freunde der FF Anzendorf, sowie Schollach alarmiert. Kurze Zeit darauf rückten wir mit unserem HLF3 und unserem LF zum Einsatzort aus.
Dort angekommen haben die Kameraden der FF Anzendorf bereits die Straße die auf der L5342 über den Hausberg führt, für den Verkehr gesperrt.
Folgende Lage wurde festgestellt:
Vermutlich durch den starken Schneefall und der damit rutschigen Fahrbahn verlor ein LKW Fahrer beim Bergabfahren die Kontrolle über seinen 4-Achs-Betonmischwagen und kam auf der steilsten Stelle des Hausberges auf der Seite zum Liegen.
Zuvor hatte er noch die Böschung touchiert. Der Fahrer war nicht eingeklemmt, ansprechbar und saß auf seinem LKW. Kleinere Mengen an Betriebsmittel flossen aus.
Ca. 100m hinter dem liegenden Betonmischwagen stand ein weiterer LKW (Betonlift-Pumpe), der, wie es aussieht, ebenfalls über den Hausberg hinunter fahren wollte, aber aufgrund des starken Schneefalls nicht mehr vor und Zurück konnte.
Nach kurzer Absprache mit dem EL der FF Anzendorf wurde beschlossen, den umgestürzten Betonmischwagen mittels Kran St. Pölten zu Bergen, den hängengebliebenen Betonlift mittels Seilwinde aus seiner misslichen Lage zu befreien, die Straße L5342 über den Hausberg für die Dauer des Einsatzes zu sperren und die Straßenverwaltung zu alarmieren, um den Hausberg von dem vielen Neuschnee zu befreien um ein Sicheres arbeiten zu gewähren.
Der Fahrer des Mischwagen wurde an die anwesende Rettung zu weiterer Betreuung übergeben, mit der ebenfalls anwesenden Polizei das Einvernehmen wegen der notwendigen Straßensperre durchgeführt.

Nach der Alarmierung der FF St. Pölten durch die BAZ Melk wurde mit dem Bergen des Betonlifts begonnen. Diese wurde durch die Kameraden der FF Loosdorf durchgeführt, die sich auf der Rückfahrt nach einem technischen Einsatz auf der nahegelegenen L106 befanden und von EL Anzendorf angefordert wurden. Nach der relativ raschen Anfahrt der Kameraden der FF St. Pölten Stadt mit KF50 sowie dem Kranbegleitfahrzeug wurde im Beisein des mittlerweile eingetroffenen LKW-Besitzers, die Sicherung der Beton-Mischtrommel sowie die Befestigung der Anschlagmittel am LKW-Fahrgestellt durchgeführt. Parallel wurde die Einsatzstelle talseits sowie bergseits durch die Straßenmeisterei Melk mit ihrem Winterdienstfahrzeug von den Neuschneemassen befreit sowie die Fahrbahn mit Salz bestreut.
Das KF50 der FF St. Pölten Stadt brachte sich talseits in Stellung. Das HLF3 Roggendorf sowie das HLF3 Loosdorf übernahmen die Sicherung des Betonmischwagens gegen Wegrutschen sowie zur Vermeidung einer unkontrollierten Bewegung nach dem Anheben des Krans der FF St. Pölten. Die beiden HLF3 wurden bergseits aufgestellt und führten die Sicherung mittels der an den Fahrzeugen angebrachten Rettungsseilwinden durch. Nach dem der Betonmischwagen aufgestellt war, wurden die Einsatzmittel abgebaut und wieder in den Fahrzeugen verstaut, die Einsatzstelle gesäubert, der verunfallte LKW noch an Ort und Stelle durch seinen Besitzer fahrbereit gemacht und gegen 19:30 Uhr die Straße L5342 über den Hausberg für den Verkehr wieder Freigegeben.

Die FF Roggendorf bedankt sich bei den Kameraden der Feuerwehren Anzendorf, Schollach, Loosdorf sowie St. Pölten Stadt für die gute Zusammenarbeit sowie bei den Besitzern des Betonmischwagens für die zwischenzeitlich gebrachte Stärkung.

Galerie: T1 LKW Bergung
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Fahrzeugbrand (B2) in Spielberg/Pielach

Am Dienstag, den 2. November 2021 wurden wir um 18:36 Uhr zu einem Fahrzeugbrand (B2) nach Spielberg auf die B1 alarmiert.
Aus bislang unbekannten Gründen stand ein Klein LKW in Vollbrand. Die Feuerwehren Melk und Spielberg-Pielach hatten den Brand rasch unter Kontrolle, sodass ein einschreiten der Feuerwehr Roggendorf nicht mehr erforderlich war.
Nach kurzer Zeit konnten wir vom Einsatzort wieder abrücken und die Einsatzbereitschaft wurde hergestellt.
Im Einsatz waren die Feuerwehren Melk, Spielberg-Pielach, Albrechtsberg-Neubach und Roggendorf, sowie die Polizei.

Galerie: Fahrzeugbrand (B2) in Spielberg
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Inspektionsübung 2021

Am Freitag den 01.10.2021 war es, nach einjähriger Covid-bedingter Pause, wieder einmal so weit. Die traditionelle Inspektion des UA 2 Loosdorf stand seitens das AFK Melk am Programm. Die Inspektion selber wurde in Form einer Einsatzübung, ausgearbeitet durch die FF Loosdorf durchgeführt und bestand grundlegend aus zwei getrennten Übungs-Szenarien.

Übungsannahme 1:
Technischer Einsatz, VU PKW wegen Holzstoß (Holzanhänger).
Diese Übung würde druch die Kameraden der FF Anzendorf sowie FF Loosdorf abgearbeitet.

Übungsannahme 2:
Brandeinsatz im ehemaligen Siloturms des Lagerhaus Loosdorf, Brand im 5-6 Stockwerk der Siloanlage, eine Vermisste Person im Siloturm.
Dieses Szenario wurde durch die Freiwilligen Feuerwehren Albrechtsberg-Neubach, Roggendorf und Schollach in angriff genommen.

Die Übungsalarmierung wurde über Funk an die einzelnen Feuerwehren durchgegeben, nach dem wir mit der Brandeinsatzübung betraut wurden, wurde die Mannschaft bereits auf der Anfahrt eigeteilt. Bei Ankunft am Einsatzort wurde unser Feuerwehrkommandant OBI Schaberger durch den Gesamtübungseinsatzleiter OBI Ziegelwanger kurzer Hand zum „Einsatzabschnittsleiter-Brand“ ernannt und die Inspektionsübung am ehemaligen Lagerhaus Gelände in Loosdorf nahm seinen Verlauf.
Nach Aufbau der beiden Zubringleitungen von zwei nahegelegenen Überfluthydranten für HLF3 Roggendorf sowie TLFA Schollach und in Stellung Bringung zweier B-Strahlrohre galt die Herausforderung einmal mehr dem Atemschutzeinsatz.
So wurde ein Innenangriff mittels C42 über das enge Stiegenhaus sowie die parallel laufende Personensuche sowie anschließende Rettung der verletzten Person durch drei ATS-Trupps umgesetzt.
Das Übungsziel – Rettung der verletzten Person sowie die Brandlokalisierung inkl. Bekämpfung wurde nach gut 35 min erreicht und so konnte durch den Übungsabschnittsleiter Brand nach 45 min Brand aus gegeben werden.

Nach dem Versorgen der Einsatzgerätschaften wurde unter Anwesenheit des Inspektionsorgans des AFK-Melk, unter der Leitung von BR Ellmer, sowie der beiden anwesenden Bürgermeister, Marktgemeinde Loosdorf Thomas Vasku, Gemeinde Schollach Walter Handl, die Übungsnachbesprechung abgehalten.
BR Ellmer und sein Team gingen auf ein paar mögliche Verbesserungsvorschläge bei beiden Übungs-Szenarien ein, stellte aber in Großen und Ganzen fest, dass die Abarbeitung beider Szenarien einwandfrei funktionierte und die Zusammenarbeit der 5 Feuerwehren und der Ausrüstungsstand sehr gut ist.
Weiters bedankte er sich für die geleisteten Arbeiten im Zeitraum der Covid-Pandemie, sowie Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft.

Die beiden anwesenden Bürgermeister bedankten sich ebenfalls für den unermüdlichen Einsatz ihrer Freiwilligen Feuerwehren zu Zeiten der Covid-Pandemie und sowie der zahlreichen letzteren Unwettereinsätze und sind stolz auf eine Solche Truppe zurück greifen zu können.
Um eines der Dankes-Zitate hier zu wiederholen:
Es ist in Zeiten wie diesen leider nicht mehr für jeden selbstverständlich, seine Freizeit zum Wohle und Sicherheit der Allgemeinheit einzusetzen, diese in Einsätzen, Ausbildung und Übungen zu verbrauchen. Aber ohne dies bzw. euch liebe Kammeraden würde es in einer Gemeinde keine Sicherheit in Zukunft geben. Ihr seid jene, die trotz Beruf-Familie-Hobbies- rund um die Uhr greifbar sind und versucht in Extremlagen euer Bestes zu geben und dafür gebührt euch ein großes DANKESCHÖN.

Nach den Dankesworten der beiden Bürgermeister sowie dem Ende der Inspektionsübung samt Übungsbesprechung wurden wir wie üblich zu einem Dankesessen seitens der Gemeinde Schollach, heuer ins Landgashaus Falkensteiner, eingeladen.

Insgesamt waren an der Inspektionsübung 50 Mann mit 10 Fahrzeugen beteiligt.
Wir, die FF Roggendorf, war mit HLF3 sowie LF mit 11 Mann (1x ATS-Trupp) im Übungsbrandeinsatz.

Die FF Roggendorf bedankt sich bei den Kameraden der FF Loosdorf für die gute Ausarbeitung der Einsatzübung, bei den Kameraden des UA 2 Loosdorf für die gute Zusammenarbeit sowie bei der Gemeinde Schollach für die traditionelle Jause im Anschluss an die Übung.

Fotos: Thomas Seitner

Galerie: Inspektionsübung 2021
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